ADAS-Kalibrierung


Die ADAS-Kalibrierung (Advanced Driver Assistance Systems) ist der Prozess, bei dem die Sensoren und Kameras eines Fahrzeugs präzise auf die Fahrzeuggeometrie ausgerichtet werden. Nur so können Assistenzsysteme wie der NotbremsassistentSpurhalteassistent oder Abstandsregeltempomat Hindernisse und Markierungen korrekt erkennen. 

Wir haben uns für die Technik von John Bean Entschieden. Durch angehörigkeit zum Mutter Unternehmen Snap-on, ist der Servicegedanke und die Technische Rafinesse aus den USA eine gute Ergänzung zur Umfangreichen Reparatur.  


  • Pionierleistung & Erfahrung: John Bean erfand bereits 1925 das erste mechanische Achsmessgerät und brachte 1947 mit dem Visualiner das weltweit erste optische System auf den Markt. Heute gehört die Marke zum US-Konzern Snap-on Incorporated.


  • 3D-Technologie: Die modernen Systeme wie das John Bean V1200 nutzen hochauflösende Kameras und Reflektoren, um präzise Messwerte in Echtzeit zu liefern – oft schneller und genauer als herkömmliche Methoden.


  • Effizienz in der Werkstatt: Durch Features wie kabellose Datenübertragung per Bluetooth (z. B. beim V1100) und geführte Softwareabläufe können auch weniger erfahrene Techniker Fehler vermeiden und den Durchsatz erhöhen.

  • Zukunftssicherheit (ADAS): Viele Geräte sind für die Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) vorbereitet, was für moderne Fahrzeuge essenziell ist.




Warum ist das wichtig?



Schon eine minimale Abweichung eines Sensors (z. B. durch einen Parkrempler oder Fahrwerksänderungen) führt dazu, dass das System Objekte falsch berechnet. Dies kann im Ernstfall dazu führen, dass Warnungen ausbleiben oder das Auto unbegründet bremst. 



Wann muss kalibriert werden?



  • Nach einem Scheibenwechsel: Kameras hinter der Windschutzscheibe müssen neu justiert werden.
  • Nach Unfallreparaturen: Besonders bei Schäden an Front oder Heck.
  • Nach Fahrwerksarbeiten: Zum Beispiel nach einer Achsvermessung oder Tieferlegung.
  • Bei Fehlermeldungen: Wenn das System einen Sensorfehler im Display anzeigt. 



Die zwei Arten der Kalibrierung



  1. Statische Kalibrierung: Findet in einer Werkstatt statt. Hierbei wird das Fahrzeug vor speziellen Kalibriertafeln (Targets) positioniert, die das Steuergerät zur Justierung nutzt.
  2. Dynamische Kalibrierung: Wird während einer Probefahrt durchgeführt. Ein Techniker fährt das Fahrzeug auf einer Straße mit klaren Markierungen, während ein Diagnosegerät die Sensoren während der Fahrt einlernt. 



Wenn ein Steinschlag den Austausch deiner Windschutzscheibe erforderlich macht, ist die ADAS-Kalibrierung ein integraler Bestandteil der Reparatur und wird in der Regel von der Versicherung übernommen. 



Wer zahlt was?



  • Teilkasko: Sie übernimmt die Kosten für den Scheibentausch sowie die notwendige Kalibrierung der Kamera- und Sensorsysteme.
  • Selbstbeteiligung: Du zahlst lediglich die vereinbarte Selbstbeteiligung (meist 150 € - 300 €).
  • Keine Rückstufung: Da es sich um einen Teilkaskoschaden handelt, wirst du in deiner Schadenfreiheitsklasse nicht hochgestuft



Wichtige Voraussetzungen



  1. Notwendigkeit: Die Kalibrierung muss im direkten Zusammenhang mit dem Glasschaden stehen. Eine rein "routinemäßige" Kalibrierung ohne Schaden wird oft nicht übernommen.
  2. Werkstattbindung: Prüfe in deinem Vertrag, ob du an eine Partnerwerkstatt gebunden bist.
  3. Dokumentation: Fachbetriebe müssen die Kalibrierung protokollieren, damit die Versicherung die Kosten als sicherheitstechnisch erforderlich anerkennt.